Tag 0: 14.08.2004

Treffpunkt 20:00 bei Willy; Abfahrt um 20:10 zum Bahnhof Wien West. Hubsi und Lisa sind schon da (Streber!) Heinz trifft kurz nach halb neun ein. Verladung beginnt erst pünktlich um 21:10 Uhr. Die Motorräder werden nicht bevorzugt behandelt, sondern stehen mitten zwischen den Autos. Einkauf im Shop zu Horror-Preisen (ist aber immer noch günstiger als in der Schweiz). Zug fährt fast pünktlich ab um 22:30 Uhr. Durch Smartie's Umtausch-Aktion ist Lisa's Liegewagenplatz einen Waggon entfernt. Unser Abteil ist dafür auf 4er-Abteil konfiguriert. Heinz findet den Liegewagen-Schaffner, der doch Erbarmen zeigt und auf 6er-Abteil ändert. So kann Lisa doch bei uns schlafen.


Tag 1: 15.08.2004

km: 305, 8:00h-17:00h
Heute Tagwache um 6:10 Uhr, Frühstück ist zach und trocken, aber immerhin. In der Nacht hat es kräftig geregnet und beim Wegfahren in Feldkirch ist noch alles feucht, was sich jedoch im Laufe des Vormittages zum ídealen Motorradwetter aendert. Durchfahrt durch Liechtenstein in einer viertel Stunde erledigt. Über Glarus zum Klausen-Pass, Susten-, Grimsel-, wo der Willy anscheinend zu blöd ist einen Schwereisentreiber zu überholen, und Furka-Joch dran gehängt und dann wegen eines Missverständnisses und einer kurzfristig verlorenen Lisa den St.Gotthard-Pass. Letzterer kann gar nix. Quartier in Airolo bezogen, Essen und trinken. Motorräder noch extra so hingestellt, damit das Auto vorbei kann und Heia.


Tag 2: 16.08.2004

km: 195, 10:30h-16:30h
Aufstehen um 8:00h, das Auto steht natürlich noch immer da. Kaffee vis-a-vis eingeworfen und einen Supermarkt gesucht und gefunden. Ziel: Futtern am Berg. Oben am Nufenen ist es uns aber zu kalt und windig, daher fahren wir einige Höhenmeter runter. Wunderschönes Platzerl gefunden, mit einem kleinen Schönheitsfehler - es windet sehr stark. Nachher Tankstopp und Grimsel von der anderen Seite. Hubsi lässt sich mit dem Überholen von einem Roller zuviel Zeit, wodurch ich mich genötigt sehe, beide aus einer Kehre heraus herzubrennen. Nach dem Grimsel nach Meiringen und weiter über den Brünig-Paß (viel Verkehr) bis zur Abzweigung zum Södenberg (sehr schöne Strecke, heißt nicht umsonst Panoramastraße). Oben beginnt es leicht zu regnen, daher drehen wir lieber um. Ein Militärkonvoi mit einem Dutzend Motorrädern fährt vorbei, den holen wir aber beim Runterfahren ein. Nachdem es stärker zu regnen beginnt, fahren wir entlang der Seen nach Interlaken und weiter in Richtung Thun. In Meringen finden wir ein Motel. Nach Essen und Verdauungsspaziergang noch am Balkon den Abend ausklingen lassen.


Tag 3: 17.08.2004

km: 200, 10:30h-18:00h
Bei der Abfahrt ist noch unklar, ob das Wetter hält, aber der Entschluss steht fest, dass wir heute die teure Schweiz verlassen und in das hoffentlich zumindest etwas leistbarere Frankreich überwechseln. Zwischen gerade noch ok und gerade nicht mehr ok ist beim Wetter Abwechslung angesagt. Zuerst geht es entlang des Thuner Sees nach Thun, wo Willy in einem Kreisverkehr wegen eines Radfahrers eine Duc-Weglegung zelebriert. Danach ins Simmental und rauf auf den Jaunpass. Über Chateau d'Oex, Saanen und Gstaad geht es bei Sonnenschein auf den Col de Pillon. Leider zieht es bei der Abfahrt nach Aigle zu und es beginnt wieder zu regnen. So richtig ungut wirds aber erst, als wir schon Nahe an der französischen Grenze sind. Den Pas de Morgins hinüber überqueren wir in strömendem Regen. Die Regenkombi und die GoreTex-Handschuhe halten zwar dicht, aber die Stiefel haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Mal sehen, ob sie bis morgen wieder trocken sind. Aber zuerst gibt es noch ein ausgezeichnetes 4-gängiges Abendessen. Da können sich die Schweizer etwas abschauen - um den Preis gab's drüben gerade mal Rösti.


Tag 4: 18.08.2004

km: 220, 10:30h-18:30h
Es hat sich über Nacht ausgeregnet und der ganze Tag ist wunderschön. Wir fahren den Pas de Morgins runter und weiter auf der Route de Grande Alpes nach Morzine und weiter nach Cluses. Es geht weiter über den Col de Coribrier nach Albertville und dort nach ein paar Irrwegen über den Col de Madeleine, wo ich auf massiv auf Kampflinie umschalten muss damit es den Willy nicht an mir vorbei reiszt, nach La Chambre, wo Willy ein nettes, günstiges Quartier findet. Das Abendessen ist köstlich (Entrecote) und auch die Nachspeisen (Kuchen, Mousse au Chocolat) können was. Beim abendlichen Uno-Spielen hat Hubsi das meiste Glück/Können, Franz bekommt dafür in einem Spiel mehr Punkte, als an einem schwachen Tag Kilometer gefahren werden. Um halb eins geht auch dieser Tag zu Ende.


Tag 5: 19.08.2004

km: 210, 10:30h-17:30h
Ein strahlend schöner Tag erwartet uns und als Erstes nehmen wir den Col du Glandon unter die Räder. Kurz umdisponiert beschließen wir, zuerst den Col de la Croix de Fer und nach einer Kehren- und Tunnel-Orgie runter nach St.Jean und St.Michel den Col du Galibier (2650m) zu fahren. Schon beim Anstieg zum vorgelagerten Col du Telegraph reißt Hubsi ab und erreicht, da aufgrund massiver Behinderung durch Wohnmobil und Radfahrer nicht mehr einholbar (Anm. Hubsi: faule Ausrede :-), zwei Gipfelsiege. Nach dem Mittagessen geht es durch ein romantisches Tal, wo uns zwei Local Heroes überholen. Bei der Lisa tut sich der Multistradist recht schwer, sie schnappt ihn gleich zwei mal außen, jedoch ohne es zu bemerken. Nach dem Überholen auf der Geraden können sich die Helden in den Kurven aber nur mit Mühe vorne halten. Fast versäumen wir die Abzweigung nach Alpe d'Huez, und beim Anstieg hinauf sind die beiden wieder da. Natürlich wissen die nichts vom Willy-Nicht-Angriffs-Pakt, der jedoch völlig unnötig war da sowieso keiner vorbei gekommen wäre (in Willys Universum), und versuchen uns herzubrennen, was ihnen aber nur durch todesverachtende Überholmanöver gelingt. Der letzte Pass des Tages ist der Col d'Ornon, der aber, da eigentlich nur ein Hügel (1367m) und ohne Aussicht, im Windschatten eines hochmotivierten Minivans, der ein unmotiviertes Anhalten von Franz zum Zurücküberholen nützt, einfach überfahren wird. In Valbonnais finden wir ein nettes Quartier und nach dem köstlichen Abendessen gewinnt Hubsi zum zweiten Mal beim Uno. In der Nacht regnet es sich bei einem Gewitter dann wieder kräftig aus.


Tag 6: 20.08.2004

km: 240, 10:10h-17:30h
Nachdem es am Morgen wieder einmal recht heftig nebelte, wurde es im Laufe des Vormittages wie üblich sehr angenehm, fast schon zu warm. Die Strecke fing gleich mal mit recht vielen Kurven an was für den Willy so früh am Morgen, eigentlich zu sehr unchristlicher Zeit, recht mühsam war. Wo genau gefahren wurde kann ich natürlich nicht sagen aber für was gibt es GPS-Aufzeichnungen (Anmerkung Franz: Die sind praktisch, aber ungefähr sollte man schon wissen, wo man fährt - Gap und Chorges waren jedenfalls dabei, rund um den Lac de Serre-Ponçon und wieder zurück ;) jedenfalls wars recht kurvig mit traumhaften Landschaften und teilweise Schotter. Der ursprünglich angepeilte Ort zum Nächtigen (Barcelonnette) wurde aufgrund seiner Entfernung zum See abgelehnt was uns eine längere Quartiersuche in Savines-le-Lac bescherte, trotzdem wurden wir passend fündig, natürlich in einem Schiort namens Les Orres. Nach einem köstlichen Mahl wartet eine lustige Abendbeschäftigung auf uns. Erstaunlicherweise gewinnt diesmal Franz beim Uno, Hubsi wird nur Zweiter.


Tag 7: 21.08.2004 (Ruhetag)

Allgemeiner Ruhetag. Hubsi, Lisa und Willy schlafen etwas länger und verbringen den Vormittag in der Sonne, während Heinz und Franz nach Gap fahren um den komplett abgefahrenen Sportec von Heinz' Hornet gegen einen neuen Roadtec tauschen zu lassen. Dank der ausgezeichneten Beschreibung unseres Gastgebers finden wir die Werkstatt recht flott. Danach muß der neue Pneu natürlich eingefahren werden und so fahren wir beide nochmal die Strecke entlang des Sees in die Gegenrichtung. Oben gibt es eine herrliche Aussicht, die wir bei einem ausgezeichneten Glace genießen. Am Nachmittag planen wir die Route heimwärts, was aufgrund von zwei AutoRoute-Abstürzen und der Tatsache, daß wir noch über 2000 km von zu Hause entfernt sind, etwas mühsam ist und mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Beim abendlichen Uno, an dem Heinz und Lisa müdigkeitsbedingt nicht teilnehmen, prolongiert Franz seine Glückssträhne.


Tag 8: 22.08.2004

km: 160, 10:00h-17:45h
Der Tag fing eigentlich recht gut an, alle sind pünktlich zum Frühstück erschienen mit dem wir auch zeitgerecht fertig wurden um die geplante Strecke zu schaffen. Die Abrechnung hat dann leider nicht ganz reibungslos funktioniert, was uns eine Stunde Zeit gekostet hat. Los ging es dann mit einer Straße, die zwar auf den Landkarten nicht angeführt ist, von der aber Kleinstweich der Meinung ist, dass es sie gibt. Geben tut es sie ja auch, was zur Folge hatte, dass wir etliche km (so etwa 30) über den Col de Parpaillon (2.650m) auf grobem Schotter fahren durften (Anm. des Verfassers: Mit Strassenmaschinen, nicht Hardenduros wie XT 500! Vor der Lisa (GSX-R) kann man nur den Hut ziehen, so wie sie das gemeistert hat). Das Gelände oben wurde von Trial-Fahrern zum Üben genutzt und der Tunneldurchstich war auch nicht ohne: Ein schwarzes Loch mit tiefen Pfützen und Schlammlöchern hat für einige Adrenalinschübe gesorgt. Aber natürlich haben wir die Strecke in heldenhafter Manier mit nur 2 harmlosen Umfallern geschafft. Hubsi wird von 2 Schäferhunden (Job, nicht Rasse) zu Fall gebracht, Lisa geht in einer Kehre die Geschwindigkeit aus. Danach ging es auf das Dach der Tour, den Col de la Bonette (2.802m). An dessen Fuß wurde verzweifelt eine Tankstelle gesucht, weil natürlich die Duc zu verdursten drohte. Bei dieser Gelegenheit, und weil die Sonne mittlerweile schon recht tief stand, wurde gleich Quartier gemacht.


Tag 9: 23.08.2004

km: 280, 09:45h-17:30h
Was soll man zu diesem Tag schon sagen außer "einfach genialst", lauter Hügel knapp unter der 3.000m Grenze, speziell der Mont Cenis grenzt an Perfektion. Der Reihe nach waren es der Col de Vars, der nach Guillestre führt, der Col de Izoard nach Briancon, weiter nach Susa, besagten Mont Cenis und zum Abschluss der Col de Iseran nach Val d'Isere und zum Quartier nach Seez. Auch ein kurzer Regenschauer kann uns den Spaß nicht verderben. Nur des Herrn Hubmaiers Hinterreifen hat das nicht mehr überlebt, aber morgen um 09:00 bekommt er in Aime einen nagelneuen D208 montiert. Was so ein neuer Reifen ausmacht, hat uns der Herr Pleschberger am Vormittag gezeigt, wo er fast die gesamte Partie herbrennt. Lediglich Herr Starhan entzieht sich der gebührenden Herbrennung durch penetrantes Hinterherzuckeln hinter mehrspurigen Blockaden. Ganz wichtig zu erwähnen wäre noch, daß unser allseits beliebter HH (HerbrennHubsi) am Abend freiwillig Käse aß, oder lag es nur daran dass die Franzosen die Erdäpfel gekonnt in Käse verstecken. Sie haben ja auch im Tunnel Lichterketten anstatt normaler Beleuchtung und rote Lichter an Pizzerias. Sehr seltsames Volk.


Tag 10: 24.08.2004

km: 220, 10:40h-19:30h
Scheisswettertag. Nachdem es bereits die halbe Nacht durchgeregnet hat, setzt pünktlich um halb sieben Uhr früh ein heftiges Gewitter ein. Da Hubsi ja den 9h-Termin hat, ist bereits um 7:30h Tagwache. Nach dem Frühstück schaut es gar nicht mehr so schlimm aus, als Hubsi los fährt. Zurück kommt er kurz vor zehn, aber nachdem der Rest noch nicht fertig ist, kommen wir erst nach halb elf los. Weit kommen wir aber eh nicht, weil uns am Col de piccolo St.Bernard das vermeintlich schon weiter gezogene Gewitter heimsucht. Wir suchen Unterschlupf in einer Hütte und warten bei ein paar Runden Uno darauf, dass das Mistwetter weiter zieht. Den Gefallen tut es uns aber nicht, und so erwischt uns der Regen beim Runterfahren voll. Da auch in St.Didier das Wetter nicht besser wird, beschließen wir, den Col de grande St.Bernard bleiben zu lassen und stattdessen im Aosta-Tal Meter zu machen, was uns auch einigermaßen gelingt. Die abendliche Quartiersuche gestaltet sich heute etwas aufwändiger, aber letztlich findet Willy doch etwas. Bei typisch italienischer Kost (Pizza, Pasta bzw. Gnocchi) klingt der Tag aus.


Tag 11: 25.08.2004

km: 230, 9:50h-18:30h
Ein neuer Tag beginnt und die Sonne scheint. :) Wir kommen pünktlich weg, quälen uns aber massiv durch italienische Kleinstädte. Über Gozzano geht es den Lago Maggiore entlang, wo wir kurz vor Locarno ein sehr nettes Restaurant direkt am See finden. In Locarno verfährt sich Franz massiv (gelobt sei sein sprichwörtlicher
Linksdrall) und landet mit den restlichen Lemmingen fast in Dormodossola. Ein wenig später, mittlerweile auf der richtigen Route, landen wir dafür ohne Vorankündigung auf der Schweizer Autobahn. Runter bei nächster Gelegenheit von der Dosenbahn, geht es rauf auf den San Bernardino. Der ist bussifeinst und Heinz hat die dritten fünf Minuten bei dieser Tour. Es geht in vielen sehr engen Serpentinen hinunter nach Splügen, wo nach einem kurzen Tankstopp der Splügenpass unter die Räder genommen wird. Wie es sich für eine zünftige Alpentour geziemt, finden wir ein uriges Quartier auf 1880m Höhe, wo wir ein geniales Nachtmahl (Willy's note: mit sowas könnten die mich ein Leben lang abfüttern) einwerfen und dann zu viert auf ca. 8 m² in 2 Stockbetten übernachten. Lisa (die Glückliche) bekommt alleine ein Doppelzimmer.


Tag 12: 26.08.2004

km: 250, 9:35h-17:35h
Um es mit Simone zu sagen: Jetzt weiß ich gar nicht was ich sagen soll.

So, nach der Wortspende des Herrn Weilinger also der Tagesbericht von Sus^W Franz. Titel: "Baustellentag".

Nachdem es in der Nacht heftig gewittert hat (eine Tatsache, die der Rest der Bande mit Ausnahme von Lisa kategorisch abstreitet - die schnarchen sicher auch bei einem Erdbeben weiter) ist es in der Früh in luftiger Höhe sehr frisch. Enttäuschenderweise gibt es auf der Alm eingeschweißten Zwieback und 20g -Päckchen Butter. Wofür stehen da die Kühe herum? Wir schaffen eine frühe Abfahrt, die aber schon nach wenigen Metern vor zwei Kühen endet. Wenigstens trollen die sich schnell, damit wir den Splügen fertig fahren können. Nass war's und das wird auch nicht besser auf dem Weg nach St.Moritz. Dafür beginnt der Baustellentag am Maloja mit einer fast halbstündigen Zwangspause. Oben ist es nebelig und es nieselt leicht, daher fällt das Plantschen im See flach. Wir fahren weiter auf den Bernina, wo uns ein extrem Kurven schneidender Transalp-Treiber kurzfristig ein bissl ärgert. Oben am Bernina ist es saukalt und der Sturm bläst Schneewolken heran. Deswegen und auch weil es schon recht spät ist, beschließen wir (Anmerkung Franz: nein, nicht freiwillig *schnüff*) den Stelvio auszulassen (Anmerkung Franz: *heul*) und lieber Meter in Richtung Bozen zu machen. Ab jetzt scheint auch wieder die Sonne. Also ab auf den Tonale, danach mühsames Hinterhergezuckel hinter LKWs und Wohnmobilen und enervierendes Warten vor roten Baustellenampeln. Kurz vor Fondo, als Willy's Duc bereits von Hitzewallungen gebeutelt wird, erreichen wir ein nettes Quartier zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.


Tag 13: 27.08.2004

km: 330, 9:30h-19:00h
Es geschehen Zeichen und Wunder, wir kommen tatsächlich vor halb zehn Uhr weg, obwohl Franz die Fazer beim Wegfahren sanft hinlegt :) Es geht zuerst über den Mendelpaß runter nach Bozen und weiter durch das Eggental (Anmerkung Hubsi, Franz und Heinz: Schade um den Ritten) auf den Karerpaß zur ersten Pause. Durch das Fassa-Tal nach Canazei geht es rauf auf den Pordoi (alle Reifen rutschen beim Runterfahren) und weiter über den Falzarego (Anm. Willy: kann die Beiden irgendwer nach Österreich verpflanzen?) nach Cortina d'Ampezzo, wo Hubsi Gespür für eines der teuersten Lokale beweist. Ein paar Kilometer weiter speist es sich gleich billiger, aber Hubsi bekommt auch bei der letzten Gelegenheit, Spaghetti Hallihallo (Aglio & Olio) in Italien zu futtern, keine solchen. Das Cadore-Tal ist fad wie immer, aber dafür entschädigt der Passo Mauria mit zwei Local Heroes mit einer netten Heizerei, wobei sich der TDM-Treiber als echter Gentleman erweist, er wartet nach jeder Dose und warnt vor jedem Schotterfleck. Über Tolmezzo geht es nach Moggio Udinese, wo wir das enge Valle Aupa (Anmerkung Franz: Lisa ist sauer) nach Pontebba fahren. Zum Abschluß des Tages wartet das (diesmal trockene) Naßfeld auf uns (Anmerkung Franz: Willy ist massiv sauer) und es geht zu Herfried ins Quartier. Des Herrn Franz Hinterreifen weist mittlerweile (2500km) in der Mitte die Güte von Kojak auf, evtl. sollte er auf den Geraden weniger andrücken :-)


Tag 14: 28.08.2004

km: 450, 10:15h-19:00h
Nach einer späten Abfahrt geht es zunächst entlang des Gailtales bis St. Stefan und über die Windische Höhe nach Feistritz an der Drau. Dort verpasst LotP Franz die Abzweigung nach Döbriach und die gesamte Partie folgt brav bis fast nach Spittal. Wir zuckeln brav im StVO-Modus, wobei der Herr Franz Landstraßen als Ortsgebiet interpretiert, (wir erinnern uns an Franz' Reifen) durch Radenthein und Bad Kleinkirchheim, wodurch sich Willy's Duc bemüßigt fühlt, kurz zu überhitzen. Auf der Turrach beschließen wir, möglichst Diretissima in Richtung KK zu fahren, wo die Herren Cyran und Smarda (der natürlich gleich ungut auffällt) quasi als Begrüßungskommittee auf uns warten. Bei einem obligaten Topfinger wird über die Tour parliert und die ersten G'schichtln erzählt.